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Vier Jahre PPP Stuttgart!

Die wichtigsten Meilensteine von PingPongParkinson in Deutschland lassen sich gut entlang der Vereinsgeschichte darstellen, die von einer kleinen Initiative zu einem deutschlandweiten Netzwerk führte. Hier ist eine Übersicht:

2017: Internationale Gründung

· Nenad Bach, ein US-amerikanisch-kroatischer Musiker mit Parkinson-Diagnose, gründet in Pleasantville (USA) die Non-Profit-Organisation PingPongParkinson®. Ihm selbst hatte regelmäßiges Tischtennisspielen geholfen, seine Symptome zu verbessern.

2019: Initialzündung für Deutschland

· Die ersten ITTF-Parkinson-Tischtennis-Weltmeisterschaften in den USA begeistern die deutschen Teilnehmer Thorsten Boomhuis und Harry Wißler. Ihr Entschluss, die Idee nach Deutschland zu holen, markiert den Startpunkt.

Februar 2020: Deutsche Vereinsgründung

· Offizielle Gründung des PingPongParkinson Deutschland e.V. in Nordhorn durch Boomhuis und Wißler.

· Beginn des Aufbaus eines bundesweiten Netzwerks aus Stützpunkten, meist in bestehenden Tischtennisvereinen.

2021: Erste große internationale Präsenz

· Ausrichtung der 2. PingPongParkinson-Weltmeisterschaft in Berlin (eigentlich für 2020 geplant, coronabedingt verschoben).

Seit 2020: Rasantes Wachstum des Netzwerks

· Die Zahl der Stützpunkte in Deutschland wächst schnell:

  · nach 2 Jahren (2022): ca. 100 Stützpunkte

  · Anfang 2023: ca. 170 Stützpunkte

  · Anfang 2024: über 300 Stützpunkte

· Die Mitgliederzahl steigt ebenfalls stark:

  · nach 3 Jahren (2023): ca. 1.000 Mitglieder

  · Anfang 2024: ca. 3.000 Mitglieder

2022: Prominente Aufmerksamkeit & politische Unterstützung

· Ein Benefizturnier wird im Deutschen Bundestag ausgerichtet. Unterstützer wie der damalige Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und Bundestrainer Jörg Roßkopf (PPP-Ehrenmitglied) treten an.

Seit ca. 2022: Wissenschaftliche Begleitung

· Start erster wissenschaftlicher Kooperationen, u.a. mit den Universitäten Köln und Münster, für eine Querschnittsstudie.

November 2024: Staatliche Auszeichnung

· Der Verein erhält die Niedersächsische Sportmedaille für seine Arbeit.

Von Nordhorn aus geplanter künftiger Meilenstein soll die Ausrichtung der 8. PingPongParkinson-Weltmeisterschaft 2026 in Hannover werden.

Ironie der Geschichte:

Befeuert durch zunächst positive Signale aus Nordhorn nahm in Esslingen/Stuttgart die Planung und Organisation der German Open 2026 im Glaspalast in Sindelfingen bei Stuttgart bereits konkrete Formen an. Als die Signale aus Nordhorn verebbten und Funkstille eintrat, wurde man in Esslingen/Stuttgart langsam misstrauisch. Das Ende vom Lied: Der Vereinsspitze im Nordhorn gelang es offenbar nicht, uns geradeaus ins Gesicht zu sagen, wie sich die Prioritäten in Nordhorn geändert hatten.

💡 Die Idee hinter dem Erfolg

Der schnelle Erfolg in Deutschland basiert auf einem einfachen, aber wirkungsvollen Konzept:

· Therapie & Gemeinschaft: Tischtennis verbessert nachweislich Symptome wie Beweglichkeit und Koordination und bietet gleichzeitig eine wichtige soziale Gemeinschaft, die der Isolation entgegenwirkt.

· Niedrigschwelligkeit: Mitmachen kann jeder, unabhängig vom sportlichen Level. Der Fokus liegt auf Freude und Miteinander.

· Ehrenamtliche Struktur: Die Arbeit wird zu etwa 90% von Ehrenamtlichen getragen, was die schnelle Verbreitung ermöglicht.

Quellen:

· PingPongParkinson Deutschland e.V. – „Über uns“ Seite
· TTVN-Artikel – Bericht des Tischtennisverbandes Niedersachsen über Gründung eines neuen Stützpunkts 2022 in Hannover

erstellt mit Hilfe von Deep Seek